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15 Jahre
Johann Sebastian Bach Musikschule
Eine Chronik

2010

Die JSBM beginnt ihr Jubiläumsjahr mit einem neuen Rekord: 1266 Schülerinnen lernen ein Instrument und/oder besuchen einen Kurs. Sie werden von insgesamt 66 LehrerInnen unter-richtet. Es stehen 26 Blas- und 46 Streichinstrumente in allen Größen für SchülerInnen zur Verfügung. Zusätzlich wird der Nachbau eines Original-Cembalos von Johann Sebastian Bach in Auftrag gegeben.

Auf Anregung von Bischof Michael Bünker wird die Konzertreihe „KREUZKLANG“ ins Leben gerufen und hat am Karfreitag mit der Aufführung des Werkes „7 Worte“ von Sofia Gubaidulina Premiere. Es spielen die Jungen Wiener Solisten unter der Leitung von Dir. Hanns Stekel.

Die Projekte und Initiativen der JSBM erfahren internationale Beachtung. Im Rahmen des Weltkongresses der ISME (International Society of Musical Education) im Juli in Peking wird das Projekt JSBM Utsunomiya/Japan präsentiert werden. Auch für ein weltweit geplantes UNO Projekt hat die Arbeit der JSBM Beachtung gefunden.

2009

Mit der Auslastung aller vorgeschriebenen Ausbildungsjahrgänge erhält die JSBM das Öffentlichkeitsrecht auf Dauer.

Beim alljährlichen Wiener Landeswettbewerb „Prima la Musica“ wird die JSBM mit neun ersten Preisen und insgesamt achtzehn Preisträgern die erfolgreichste Wiener Musikschule. Abgerundet wird dieses außer-ordentliche Ergebnis durch weitere acht Preisträger beim Bundeswettbewerb und einem ersten Preis für Veronika Blachuta beim internationalen Querflötenwettbewerb in Polen.

Auch die Nachwuchsarbeit gemeinsam mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (MDW) wird intensiviert: Es erfolgt eine erfolgreiche Japan Tournee mit dem neu gegründeten Jugendorchester „Junge Wiener Solisten“. Zahlreiche Mitglieder des Lehrkörpers unterrichten neben ihrer Tätigkeit an der Johann Sebastian Bach Musikschule auch an der MDW.

Durch die Initiative von Mag. Christina Grill wird „Die Konzertreihe“ ins Leben gerufen. In vier bis sechs Konzerten pro Jahr haben Lehrkräfte die Möglichkeit, ihr Können solistisch und in bewährten Formationen zu präsentieren. Der 4. Bezirk unter der Führung von Frau BV Susanne Reichard unterstützt dieses neue Projekt großzügig. Der „Verein der Freunde der JSBM“ wird gegründet, wird zum Träger dieser Konzertreihe und soll die Musikschule bei ihren vielfältigen Aktivitäten unterstützen.

Johannes Münzner (Akkordeon) wird der erste Absolvent der Johann Sebastian Bach Musikschule und legt erfolgreich seine Abschlussprüfung ab.

2008

Das Frühjahr ist geprägt durch umfassende bauliche Adaptionsarbeiten in der Schaumburgergasse, wo sieben Unterrichtsräume, ein Konzertsaal, sowie ein Direktions- und Verwaltungsbereich entstehen.

Bei der feierlichen Eröffnung dieses neuen Hauptstandortes auf der Wieden kann Dr. Stekel zahlreiche Ehrengäste begrüßen, die ihre Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit an der JSBM Ausdruck verleihen.

Der Standort Simmering erhält eine neue Ausrichtung: er wird überwiegend der Ausbildung für Popular- und Jazz-Musik gewidmet. Dies erfordert auch die Aufnahme neuer entsprechender Lehrkräfte und die Anschaffung passender Instrumente und elektronischer Ausstattung.

Mag. Laura Bradley übernimmt die regelmäßige Redaktion eines Newsletters, der 3-mal jährlich national und einmal jährlich in englischer Sprache für die weltweiten Kooperationspartner erscheinen soll.

Es sind nun 726 SchülerInnen und 47 LehrerInnen geworden, und die MusikerInnen der JSBM werden verstärkt um die musikalische Gestaltung von offiziellen Anlässen jeder Art gebeten. Das Orchester der JSBM sorgt bei der Amtseinführung von Bischof Michael Bünker für Aufsehen, ebenso das Streichquartett beim Reformationsempfang der Evangelischen Kirche.

Im Begabtenbereich wird die Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ausgebaut: die neue Konzertreihe „Treffpunkt Podium“ findet großen Anklang. Zahlreiche junge Talente aus beiden Institutionen und aus dem Ausland nützen diese Möglichkeit des Konzertierens und der Begegnung. Mag. Barbara Schuch übernimmt die Leitung der Begabtenausbildung, viele junge Talente aus den Begabtenklassen von Sonja Korak, Maria Grün u.a. erringen Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben.

Im Rahmen des Schulsonntags wirkt die Johann Sebastian Bach Musikschule an Gottesdiensten in Pfarrgemeinden mit, Elisabeth Planyavsky übernimmt die Koordination und Gestaltung. Das Symposion „Musik der Reformationszeit“ gemeinsam mit der Evangelisch Theologischen Fakultät Wien schärft den Blick für die Evangelische Tradition und gibt der konzeptionellen Arbeit an der Musikschule neue Impulse.

Das alljährliche Adventkonzert findet in der Lutherischen Stadtkirche in der Dorotheergasse seine feste Heimstätte. In Kooperation mit der Diakonie Auslandshilfe wird ein Sommercamp mit Jugendlichen aus Israel und Palästina in Wien organisiert. Dieses Projekt findet weithin Beachtung, und in den Medien wird ausführlich darüber berichtet.

2007

Die schnell steigenden Schülerzahlen machen die Suche nach einem neuen Hauptstandort im 4. Bezirk notwendig. Es werden verschiedene Modelle, Lokale und Varianten angedacht, schließlich entscheidet man sich für die Räumlichkeiten in der Schaumburgergasse 1.

Im April kann die JSBM ihren ersten großen internationalen Erfolg verbuchen: das Jugendorchester unter der Leitung von Wolfgang Ender erzielt beim Europäischen Wettbewerb in Neerpelt/Belgien als Quereinsteiger einen ersten Preis. SolistInnen und Ensembles erringen Preise bei internationalen Wettbewerben. Die Ensembles in verschiedensten Besetzungen spiegeln den hohen Wert der Kammermusik wieder.

Durch die Einführung von Musik- und Teamteaching-Klassen intensiviert die JSBM ihre Arbeit in den Evangelischen Volksschulen. Die Einführung von Trommelkursen unter der Leitung von Raymond Walker bereichert das Kursangebot entscheidend. Weitere wichtige Projekte im Ausland werden begonnen: das Schulprojekt in Kalimpong in Indien und die JSBM in Utsunomiya/Japan.

2006

Nach langen und schwierigen Verhandlungen gelingt endlich der Durchbruch: ein Subventionsvertrag zwischen der Evangelischen Kirche und der Republik Österreich gibt der Johann Sebastian Bach Musikschule eine gesicherte finanzielle Basis. Die Neustrukturierung des Evangelischen Schulwesens in Wien und die Einbindung in die Diakonie geben der JSBM neue Impulse. Dr. Hanns Stekel wird zum definitiven Direktor und von Frau Bundesministerin Elisabeth Gehrer zum „Teacher of the year 2006“ ernannt.

Im September bezieht die Musikschule ihren neuen Zentralstandort in Wien Simmering. Erstmals verfügt die JSBM über eigene Räumlichkeiten, die allen Anforderungen einer Musikschule genügen. Zusätzlich werden Klassenräume von der Stadt Wien in der KMS Schaumburgergasse angemietet und damit auch das Unterrichtsangebot im 4. Bezirk erweitert.

Wolfgang Ender übernimmt von Helga Maria Knava das Kinderorchester und erweitert kontinuierlich das Repertoire. Nicht nur die Musikschule, sondern auch die SchülerInnen sind gewachsen und haben viel dazu gelernt, und aus dem „Kinder-” wird ein „Jugendorchester“. Die Nachwuchsförderung übernimmt Elke Traxler, die nun von Neuem ein Kinderorchester aufbaut, diesmal aber zusätzlich zu den Streichern auch mit Holz- und Blechbläsern.

Die Abteilung Popularmusik wächst kontinuierlich, und erstmals wird ein eigenes Jahreskonzert der Popularmusik veranstaltet. Auch alle anderen Standorte erweitern ihre Konzerttätigkeit durch Veranstaltungen von Standort-, Projekt- und Musicalkonzerten. Landeskantor Mag. Matthias Krampe wird für die Orgelausbildung gewonnen und unterstützt die Pflege der Kirchenmusik. Durch die Arbeit von Peter Weinhofer bekommt die JSBM ein neues Logo und eine neue Werbelinie.

Zur Vorbereitung auf den jährlichen Wettbewerb der musikalischen Jugend Österreichs „Prima la Musica“ wird der JSBM Wettbewerb ins Leben gerufen. Er bietet jungen MusikerInnen, ihr Können bei einem Wettbewerb im „geschützten Bereich“ der Musikschule zu beweisen.

Das bereits traditionelle Jahreskonzert findet erstmals im aus-verkauften Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins statt, und die JSBM ist stolz darauf, dort ihre diesjährigen PreisträgerInnen bei „Prima la Musica“ zu präsentieren. Auch das Adventkonzert hat großen Zuspruch und wird erstmalig vor „vollem Haus“ vor-getragen.

Die internationalen Kooperationen werden weiter ausgebaut: China, Japan und Uruguay sind die Partner für Austauschkonzerte und Workshops.

2005

Die JSBM kann nach fünf Jahren erstmals Bilanz ziehen. Mittlerweile betreut die Musikschule mit 30 Lehrkräften 306 SchülerInnen und hat mit ständiger Raumnot zu kämpfen. Obwohl sich die Zuerkennung der staatlichen Subvention weiterhin verzögert, wird seitens der Evangelischen Schulgemeinde ein eigener Musikschulstandort im Rahmen der Errichtung des neuen Evangelischen Gymnasiums in Wien Simmering geplant.

Auch die internationalen Kontakte werden ausgebaut: im März erhält die JSBM Besuch aus Japan, im Juni erfolgt der Gegenbesuch durch das Jugendorchester der JSBM in Kooperation mit der Musikschule Wiener Neustadt. Johannes Münzner und Marton Liszka sind die ersten erfolgreichen Solisten. Im Zuge dieser Reise bestätigen auch Auftritte im Österreich Pavillon der Weltausstellung in Nagoya die hervorragenden Leistungen der SchülerInnen der JSBM.

Waltraud und Dkfm. Peter Weinhofer verstärken das Team der JSBM und unterstützen durch ihre Arbeit im Bereich Organisation und Werbung den Aufschwung der Musikschule.

2004

Solisten, Ensembles, Chöre und Orchester treten verstärkt in Erscheinung. Bärbel Kretz etabliert umfassende Chorarbeit am Standort Karlsplatz, Helga Maria Knava baut ein Kinderorchester auf, das bereits beim ersten Jahreskonzert der JSBM die Kindersymphonie von Leopold Mozart spielen kann.

Die schon im Gründungsjahr begonnene Zusammenarbeit mit dem Leonard Bernstein Institut der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (MDW) mündet unter der Leitung von Prof. Barbara Gisler-Haase in die Entwicklung des Projektes „Special Classes“. Es umfasst intensive Studien-, Wettbewerbs- und Konzertvorbereitung. Damit soll der Nachwuchs im Bläserbereich gefördert werden. In diesem Sinn wird auch die gesamte Begabtenausbildung der JSBM auf allen Instrumenten inhaltlich entsprechend adaptiert und verstärkt.

2003

Die JSBM entwickelt ein umfassendes Kursprogramm für alle Altersstufen. Es werden Kurse für Rhythmik, Improvisationstheater und Mentaltraining angeboten. Auch Nebenfächer wie Kammermusik, Chor und Musikkunde, die für die ordentliche Musikausbildung verpflichtend sind, sind ebenfalls in vollem Umfang verfügbar. Erstmals wird nun auch Musikalische Früherziehung im Evangelischen Kindergarten Ottakring etabliert.

Der Schülerstand ist zwischenzeitlich fast auf das Dreifache angestiegen, und die Lehrkräfte und SchülerInnen der JSBM werden immer öfter zur Gestaltung von Feiern, Festen und Empfängen eingeladen.

Prof. Petr Šefl, damaliger Direktor der Johann Sebastian Bach Musikschule in Dobřany/ Tschechien, bietet eine Kooperation an und wird so zum ersten Partner der JSBM im Ausland. Verschiedene Projekte, wie Lehrerfortbildung, Schüleraustausch und Bach-Seminare werden geplant.

2002

Im März erfolgt die Genehmigung des Statuts durch das zuständige Ministerium und die Schulbehörde. Die JSBM erhält als erste Wiener Musikschule das Öffentlichkeitsrecht, vorerst zeitlich befristet. Im November stellt die Evangelische Kirche den Antrag bei der Schulbehörde auf Subventionierung der JSBM als konfessionelle Privatschule.

Die junge Musikschule hat großen Zulauf und strebt an allen Standorten nach Erweiterung. Die Lutherschule in Währing kommt nun als neuer Standort hinzu. Erste Erfolge bei Wettbewerben stellen sich ein: Anna Bader (Harfe) und Johannes Münzner (Akkordeon) sind die ersten PreisträgerInnen der Schule. Mit einem Violoncello, einem Quartfagott und einem Kinderhorn werden erstmalig Leihinstrumente angeboten, zwei neue Pianinos ermöglichen nun auch einen breiteren Klavierunterricht.

2001

Am 15. März 2001 genehmigt der Evangelische Oberkirchenrat die Musikschule als Evangelische Schule, verlangt aber eine Namensänderung. Man einigt sich schnell auf die Bezeichnung „Johann Sebastian Bach Musikschule“. Der Name soll der Evangelischen Tradition wie auch der wenig entwickelten Bach-Tradition in Wien Rechnung tragen. Das von Dr. Stekel ausgearbeitete Statut findet in allen Gremien Zustimmung und wird am 3. Mai beim Stadtschulrat für Wien eingereicht.

Im Februar finden erste Gespräche zwischen Prof. Klaus Lienbacher und Dr. Stekel über eine Kooperation im Bläserbereich mit dem Leonard Bernstein Institut der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (MDW) statt. Beim Adventkonzert 2001 wird die neue Kooperation, die die Nachwuchsarbeit im Bläserbereich fördern soll, offiziell vorgestellt.

Bärbel Kretz baut in der Volksschule am Karlsplatz den ersten Kinderchor auf und begründet damit die weiter gepflogene Tradition, in jeder Evangelischen Volks-schule einen Kinderchor anzubieten.

 2000

Die Instrumentalmusikkurse sind auf Anhieb ein großer Erfolg. Im Rahmen einer Inspektion bestärkt Frau FI Gürtelschmied vom Stadtschulrat für Wien aufkommende Pläne, die Gründung einer Musikschule zu betreiben und sagt Unterstützung zu. Dr. Stekel beginnt mit der Planung und Konzeption. Auch Superintendent Werner Horn reagiert sehr positiv auf die Idee einer Evangelischen Musikschule.

Am 7. Juni 2000 beschließt der Schulausschuss der Wiener Evangelischen Schulgemeinden die Gründung der „J.A.Comenius Musikschule“ und bestellt Dr. Stekel zum provisorischen, ehrenamtlichen Leiter.

Am 4. September dieses Jahres nimmt die Musikschule ihren Betrieb an den Standorten Evangelisches Gymnasium in der Argentinierstraße und den Evangelischen Volksschulen Nepomukgasse, Karlsplatz und Gumpendorf auf. Es werden von Beginn an alle Instrumente angeboten, der Musikunterricht findet nachmittags in den nicht benötigten Klassenräumen der Schulen statt. Der Festsaal am Karlsplatz und der Musiksaal in der Argentinierstraße bieten zusätzlich Möglichkeiten für erste Veranstaltungen.

Die Schule startet mit 15 LehrerInnen und 92 SchülerInnen. Zu den ersten Anschaffungen zählen ein Schlagzeug, eine Harfe, eine Gambe und ein Saxofon.

Am 9. Dezember findet ein feierliches Eröffnungskonzert in der Evangelischen Kirche in der Dorotheergasse statt. Das äußerst vielfältige Programm wird von den Lehrkräften gestaltet und erhält großen Zuspruch. Folder und Homepage werden von Prof. Zako Eichinger und Hans Kitzbichler gestaltet.

1999

Das Evangelische Gymnasium Wien, mit damaligem Sitz in der Gudrunstraße, reagiert auf den dringenden Wunsch zahlreicher Eltern mit der Einrichtung von Kursen für Instrumentalmusik. Daraufhin wird Gitarren-, Violin- und Klavierunterricht angeboten, und Dr. Hanns Stekel wird mit der Konzeption und Organisation der Kurse beauftragt.