Johann Sebastian Bach Musikschule Wien.
Musikschule mit Öffentlichkeitsrecht.
Eine Evangelische Schule.
Eine Musikschule ist ein besonderer Ort. Hier lernt man ein Instrument zu spielen,
bekommt einen Einblick in die inneren Zusammenhänge der Musik
und entdeckt, dass Musizieren in der Gemeinschaft lebenslänglich
Freude machen kann.
Musik ist weit mehr
als eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung oder ein angenehmer
Konsumartikel. Die Auseinandersetzung mit Musik bildet und verändert
die eigene Persönlichkeit, sie stiftet Gemeinschaft und gewährt
Einsichten in die inneren Zusammenhänge unserer Kultur. Sie ist
eine Menschen-Sprache.
Die Musikausbildung
gehört deshalb in professionelle Hände. An der JSBM lehren
ausschließlich umfassend ausgebildete Musikpädagoginnen
und Musikpädagogen. Die Ausbildung der JSBM ist staatlich anerkannt.
Als Schule mit Öffentlichkeitsrecht steht sie unter der Qualitätskontrolle
des Stadtschulrates für Wien.
Die JSBM ist eine
Evangelische Schule und fühlt sich den Grundsätzen Evangelischer
Pädagogik verpflichtet: der umfassenden Persönlichkeitsbildung
nach dem Maßstab des Einzelnen. Menschliche Entwicklung, Menschsein
in Fülle ist ohne Musik undenkbar.
Die JSBM versucht in ihrem Ausbildungsangebot diesen Grundsätzen
gerecht zu werden.
"Die Bildung des ganzen Menschen" (Comenius)
ist ein Hauptanliegen des evangelischen Schulwerkes.
Musizieren fördert
Denken und Fühlen und bildet
das soziale und ästhetische Bewusstsein.
Im Juni 2000 wurde die JSBM von der Evangelische Schulgemeinde in Wien (heute Evangelisches Schulwerk A.B. Wien) gegründet. Damit wurde ein besonderes Zeichen im Sinne der Evangelisch-lutherischen Tradition gesetzt, nämlich, dass die Musik eine wesentliche und unverzichtbare Dimension des menschlichen Lebens darstellt. Schon die ersten Evangelischen Schulen im 16.Jahrhundert legten besonderen Wert auf die musikalische Ausbildung der Jugend und entwickelten neue damals revolutionäre musikpädagogische Konzepte. Luther selbst - und in seiner Folge Johann Walter - hatte der Musik einen besonderen Stellenwert, besonders im Hinblick auf die sittliche Erziehung des Menschen eingeräumt:.
"Denn nichts auf Erden kräftiger ist, die Traurigen fröhlich,
die Fröhlichen traurig, die Verzagten herzenhaftig zu machen,
die Hoffertigen zur Demut zu reizen,
die hitzige und vermeßene Liebe zu stillen und dämpfen,
den Neid und Haß zu mindern,
und wer kann alle Bewegung des menschlichen Herzen,
welche die Leute regieren,
und entweder zu Tugend oder zu Laster reizen und treiben,
erzählen, dieselbige Bewegung des Gemüts im Zaum zu halten und zu regieren,
sage ich, ist nichts kräftiger denn die Musica."
(Praefatio zu den Symphoniae iucundae 1538).
Gemäß den Grundsätzen Evangelischer Pädagogik soll in der JSBM jeder, ob hoch- oder durchschnittlich begabt, ob Kind oder Erwachsener die Möglichkeit
bekommen, sein musikalisches Talent zu entfalten. In der Förderung der Kunst, der Musik.
Auf diese Weise kommt das Evangelische Schulwerk in besonderer Weise seinem Bildungsauftrag nach Der tschechischen Pädagogen Johann Amos Comenius(1592-1670) formuliert es in seiner "Mutterschul" (1633) so:
" Das öffentliche Glück vermehrt sich, wo gute Künste herrschen, sowohl mechanische wie freie"
Das Evangelischen Schulwesen hat immer seinen Besonderen Auftrag darin gesehen, die ganzheitliche Bildung des Menschen zu fördern. Besonders dann, wenn gesellschaftliche Entwicklungen der Zeit in eine andere Richtung gehen. Die Förderung und Entwicklung der musikalischen und künstlerischen Anlagen des Menschen in ihren drei Dimensionen ist daher heute besonders wichtig:
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Die Freude am eigenen Musizieren
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Die Freude am Musizieren in der Gemeinschaft
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Die Freude am Musizieren für andere.
Die Johann-Sebastian-Bach-Musikschule fühlt sich diesen Grundsätzen verpflichtet.
Dr. Hanns Ch. Stekel, Direktor
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